LagerTipp 131 | Mai 2016

Das 3-Welten Modell, Teil 1 und 2

Am Beginn eines Projekts ist mir wichtig, dass die Möglichkeiten, einen Betrieb zu organisieren, offen gelegt werden.

Das lässt sich gut mit dem 3-Welten Modell von Bernd Schmidt darstellen.

Man stelle sich zwei konzentrische Kreise vor: in der Mitte ein kleiner Kreis, darin stehen Sie. Darum ein großer Kreis. Der Kreisrand dazwischen ist in 3 Segmente unterteilt.

In dem kleinen Kreis in der Mitte, befinden Sie sich. Sie sind der Mittelpunkt Ihrer eigenen Welt und erleben täglich um Sie herum die drei Welten, die um Ihre Zeit konkurrieren.

Der Kreisrand um Sie herum beinhaltet 3 Kreissegmente oder 3 Welten, in denen Sie sich täglich bewegen. In jedem dieser Segmente sind wir in unterschiedlichen Rollen unterwegs.

Eine Rolle ist durch drei Hauptbestandteile definiert:

1. Kompetenz, mit der Sie die Rolle ausfüllen,

2. Verantwortung, die diese Rolle mit sich bringt,

3. (Macht-) Befugnisse, die teilweise mit oder ohne Prüfung verliehen werden und zu dieser Rolle gehören.

Das klingt erstmal sehr theoretisch. Dass dieses Modell leider sehr konkrete Auswirkungen auf das tägliche Leben hat, zeigt sich gleich.

Jetzt zu den drei Kreissegmenten, die sich zwischen äußerem und innerem Kreis bilden.

1. Kreissegment: Die Private Welt.

In dieser haben Sie die Rolle eines Vaters, Vereinsmitglieds oder Vereinsvorstandes inne. Sie haben Kraft der Geburt Ihres Kindes Kompetenz, vom Gesetzgeber die Befugnisse und natürlich tragen Sie die Verantwortung für Ihr Kind. So definiert sich diese Rolle.

Sie sind möglicherweise im Elternbeirat, Cousin oder Bruder Ihrer Schwester. In der privaten Welt kennen wir uns aus. Wir werden hineingeboren und durch unsere Familien darin „ausgebildet“ wie sie funktioniert. Möglichst bekommen wir in diesen Rollen auch die dazugehörige Soziale Kompetenz mit, die Verantwortung wird uns oft angetragen und die Machtbefugnisse sind an die Rolle gekoppelt.

Anders in der nächsten, der 2. Welt.

2. Kreissegment: Die Fachliche Welt.

In dieser fachlichen Welt gibt es in Deutschland eine sehr gute Ausbildung, das Duale System, worum uns der Rest der Welt beneidet.

Hier werden wir in den Betrieben und in der Berufsschule bis zur Meisterschule und Technikerschule ausgebildet. Wenn Sie Facharbeiter sind, übernehmen Sie Kraft Rolle in einem Bauhandwerksbetrieb die Ausbildung eines Azubis. Offizieller Ansprechpartner ist natürlich der Meister. Aber auf den Baustellen und in der Werkstatt haben die Facharbeiter/Techniker/Monteure die Azubis an den Hacken.

Weitere informelle Rollen sind: Altgeselle, Werkstattmeister usw. für die es keine konkreten Ausbildungen gibt.

Manchmal entwickeln sich in den Betrieben auf Basis derselben Ausbildung auch verschiedene Berufsbilder: Werkstattmeister, Arbeitsvorbereiter. Gelegentlich kommt es hier zu Kompetenzüberschneidungen und Konkurrenzen zwischen den Personen, die wir dann auf dem kleinen Dienstweg nebenbei neu sortieren.

Alles fußt jedenfalls auf unserer fachlichen Ausbildung.

3. Kreissegment: Die dritte, noch unbekannte Welt.

Na, haben Sie eine Idee? Was könnte das sein? Wir bewegen uns täglich darin, haben aber meist keine Kenntnis darüber. Oft handeln wir ohne es zu wissen in den Betrieben in verschiedenen Varianten, was uns finanziell sehr schädigt. Wenn Sie ein Busticket ziehen, bewegen Sie sich darin. Wenn Sie ein Buch ausleihen oder eine Bestellung tätigen, tun Sie es.

Hier lassen wir das Rätsel offen, um welche 3. Welt es sich handelt, in der Sie und ich uns täglich bewegen. Es wird beim übernächsten mal gelöst.

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