LagerTipp 132 | Juni 2016

Das liegende Plattenlager

Liegende Plattenlager sind überwiegend in mittleren bis größeren Betrieben zu finden. Für diese Betriebe gelten nachstehend genannte Erfahrungswerte und Größenordnungen. Selbstverständlich sind diese nach dem eigenen Betriebsbedarf zu überdenken. Die optimale Vorgehensweise hier: Zuerst werden alle Ständer und die Anzahl der liegenden Kragarme ermittelt. Anschließend wird dieses liegende Plattenlager zeichnerisch in der CAD erfasst und zeichnerisch der Inhalt darin nach den max-Mengen geplant.

  • Standardmaterial: Alle für die Produktion permanent notwendigen, im Lager verfügbaren Plattenmaterialien werden wieder in der Artikelliste inklusive ihrer Mindestmengen, Maximalmengen, Nachbestellmengen definiert. Meist genügen dafür 1-3 Plattentürme (Erfahrungswert).
    • Für jede Standard-Plattenart wird ein einzelnes liegendes Fach geplant. In diesem liegenden Fach wird die Maximalmenge der darin gelagerten Platten plus eine Schonplatte 5 fünf bis 10 cm Luft für das Handling des Staplers eingeplant. Darüber kann die nächste Lage Kragarme eingeplant werden.
    • Angeschnittene Platten sollten normal nicht auf den liegenden Standardplatten gelagert werden, sondern im stehenden Plattenreste-Regal gelagert werden. Das ist meist noch aus früherer Zeit vorhanden.
    • Dies ist das Material, das von der Liegenden Säge in einer Verschnittoptimierung geführt wird!
    • Die liegenden Standardmaterial-Fächer werden so beschriftet, dass die Beschriftungen vom Stapler aus gut lesbar sind.
    • Die Bestellkarten werden zu ebener Erde auf Griffhöhe angebracht, so dass der Mitarbeiter sie einfach entnehmen kann.
  • Kommissionseingangs-Fach: In der untersten Lage des liegenden Lagers bleiben mindestens 2 Fächer als Kommissionseingangsfächer für Plattenpakete frei. Auf zusammenhängende Fächer für große Längen mit 5,20m achten.
  • Kommissions-Reste: Hier genügen meist ein bis zwei Restefächer im stehenden Plattenreste Lager, die dieselbe Größe wie die Standardrestefächer haben.
  • Retourenfach: Retouren fallen im Plattenbereich extrem selten an, deshalb wird hierfür kein Fach vorgesehen.
  • Hochwertige Reste: Wird in diesem Betriebsgrößen und bei den großen Mengen, die durch die Produktion geschleust werden, normal nicht mehr aufbewahrt. Nur selten werden noch metallbeschichtete Platten, Prägo- Platten oder ähnlich hochpreisige Platten aufbewahrt.
    • In diese Kommissionsreste-Fächer dürfen ausschließlich undefinierte Kommissionsreste eingestellt werden. Für diese Plattenreste werden Mindest-Restegrößen definiert und ein Mindesthaltbarkeits-Datum angegeben.
    • Alle Kommissions-Plattenreste werden beim Einstellen mit dem Datum versehen und vom Restebeauftragten einmal monatlich geräuschlos aussortiert. Bis dahin steht das Material für Ergänzungslieferungen beim Kunden zur Verfügung oder kann für Schablonen, Unterkonstruktionen usw. genutzt werden.

Spezialtipp:
Kommissionsreste werden NICHT in der Verschnittoptimierung geführt sondern nach dem Zuschnitt an der liegenden Säge sofort ausgebucht.Sollten Sie an der liegenden Säge eine Verschnittoptimierung haben, so wird diese in der Regel erst dann funktionieren, wenn Sie Ihr Standardmaterial und Kommissionsmaterial getrennt definiert haben.
Die Resteverwaltung wird sich dann zukünftig ausschließlich auf die Standardmaterial Reste beziehen.
Die Kommissionsreste werden in der Resteverwaltung nicht mitberücksichtigt und entsprechend ihrer zeitlichen Definition entsorgt. Dies ist deswegen sinnvoll, weil der Verwaltungsaufwand die Kommissionsplattenreste auszubuchen viel zu hoch ist und in keinem Verhältnis zum Plattenwert steht.

Paulus-Lager GmbH

Kerkstiege 28, 48268 Greven

Geschäftsführerin: Dipl.-Ing. Doris Paulus

Tel. +49 (0)2571/540 41-60

Fax +49 (0)2571/540 41-89

E-Mail: erfolg[@]paulus-lager.de

ImpressumDatenschutz