LagerTipp 139 | Januar 2017

Retouren aus verschiedenen Abteilungen

In größeren Betrieben gibt es die Situation, dass Lageristen den Wareneingang managen.
Gut, zugegeben, bevor wir in diesen Betrieben tätig sind, erledigen diese armen überforderten Menschen normalerweise die Sichtkontrolle des Materials und bestellen das fehlende Material. Dies klappt in der Regel derartig dürftig, dass Inhaber sich gerne bei uns über ihre unfähigen Mitarbeiter beschweren. Dass diese überhaupt nicht unfähigen Mitarbeiter (sonst liefe der Betrieb gar nicht mehr) in der Regel hoffnungslos überfordert sind, 1200 Artikel mit Sichtkontrolle zu steuern hat kaum jemand überlegt.

Insbesondere in größeren Betrieben gibt es solche Lageristen, die nach der Bestellung auch noch das Material wegräumen und sich auch sonst um das eingehende Material kümmern. In fast allen Betrieben gibt es die Situation, dass es während der Fertigung von Möbeln oder Fenstern Änderungen gibt. Arbeitsvorbereiter können ein Lied davon singen.

Wenn mitten in der Herstellung eines Fensters plötzlich eine andere Fensterolive ausgesucht wird, so ist die bereits gelieferte Fensterolive plötzlich überflüssig. Normalerweise wird das gute Stück dann im Regal zu den anderen Oliven gelegt und verstaubt dort, bis es in einem Clean-up Projekt endlich entsorgt wird. Zunehmend wird in den Betrieben der Wert der nicht zurückgegebenen Ware erkannt und es werden Wege gesucht, das Material gesteuert an den Lieferanten zurückzugeben.

In Tischlereien sind 2-3 Retouren pro Monat üblich, in Haustechnikbetrieben eher 2-3 pro Tag, wenn man es ernst nimmt.
Hat man nun einen großen Betrieb, der auch noch mit verschiedenen Abteilungen arbeitet, so ist es notwendig, diesen Retourenablauf zu bündeln.
Dafür wird in jeder der Abteilungen ein spezielles Retourenregal eingerichtet. In dieses Regal legt der in der Fertigung zuständige Mitarbeiter sein Teil ab, das an den Lieferant zurückgeht. Voraussetzung ist, dass die Verpackung intakt ist.
Zudem füllt er einen Retourenschein aus, in dem alle wichtigen Punkte wie Artikel, Artikelnummer, Anzahl usw. vermerkt sind.

Die Lageristen haben nun in den großen Betrieben die Aufgabe, täglich Kommissionsware zu liefern und zu verteilen und auf dem Rückweg die Retouren aus den verschiedenen Abteilungen mitzunehmen und mit Hilfe des Retourenscheins dieselbe beim Lieferanten zu veranlassen.
Sobald dies geschehen ist und der Lieferant auf dem hauseigenen Retourenschein die Abholung unterschrieben hat, kann der Lagerist den unterschriebenen Retourenschein an die Verwaltung geben, wo nun die Gutschrift mit Hilfe des Scheins überwacht wird.  

Paulus-Lager GmbH

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