LagerTipp 143 | Mai 2017

Vorhandene Barcode- Systeme – wie kann man diese einbinden?

Viele Inhaber sind chronisch überlastet. Insbesondere wenn dann auch noch billiges Verbrauchsmaterial fehlt liegen die Nerven blank. Obwohl täglich hart gearbeitet wird im Handwerk, werden dann für Verbrauchsmaterialien Lieferanten beauftragt, den Lagerbestand aktuell zu halten. Oder es werden Barcodesysteme von Lieferanten angeschafft.

Was ist das Ziel? Entlastung und eine arbeitsfähige Firma.
Was ist das Ergebnis? Heilloses Chaos und extrem hohe Einkaufkosten.


Was sind die ursprünglichen Vorteile der Konsignationslager?

Für den Abnehmer

  • Da das Material jederzeit in der vereinbarten Menge erhältlich ist, liegt höchste Versorgungssicherheit vor.
  • Es entsteht nur ein geringer Abwicklungsaufwand, da die Berechnung häufig monatlich (auf Basis der Entnahmebedingungen) abgewickelt wird.
  • Da das Material erst nach Entnahme aus dem Lager berechnet wird, verringert sich die Kapitalbindung.

Für den Einlagerer

  • Bei langfristigen Lieferbeziehungen bindet der Verkäufer (Einlagerer) den Kunden mittelbar, da letzterer eher den transaktionskostenarmen Weg der Entnahme wählen wird, statt bei einem anderen Anbieter zu bestellen.
  • Oftmals befindet sich das Konsignationslager nicht nur in der Nähe des Kunden, sondern in den Räumen des Kunden selbst. In diesem Fall entfallen für den Einlagerer Lagerkosten. Besonders schlaue Einlagerer lassen sich das Regal auch noch vom Kunden abmieten.
  • Da er weiterhin Eigentümer ist, ist er in der Insolvenz des Abnehmers normalerweise geschützt.

So ist der Plan.

In der Realität sieht es so aus, dass niemand das entnommene Material aufschreibt um nur dieses nachzukaufen. Das bedeutet, dass der Außendienst des Lieferanten nach Gutdünken die Regale auffüllt. Je nachdem wie ausbeuterisch der Außendienstmitarbeiter arbeitet ist das Regal dann überfüllt mit nutzlosem, sehr teurem und nicht preisverhandeltem Material oder er hält sich tatsächlich daran, was der Betrieb benötigt. Das ist für den Inhaber aufgrund der Überlastung meist nicht steuerbar.
Also haben wir es im Handwerk mit einem personenbezogenen System zu tun. Dass dieses riskant und nicht verlässlich ist, habe ich schon vorher beschrieben.

Um diesem Verhalten des Außendienstes zu entgehen, lassen sich viele Betriebe die Regale beschriften und scannen sie dann ab.
Die buchstäbliche Preisfrage ist: WER scannt die erforderlichen Regale ab? In der Regel ist es der Arbeitsvorbereiter, weil nur er weiß, was noch in der Pipeline ist als nächster zu planender Auftrag. Wer nun weiß, dass ein Arbeitsvorbereiter die Arbeit für rund 5 Facharbeiter planen kann, der weiß auch, dass ihm rund 250,00€ pro Stunde verloren gehen. Somit ist das auch keine Lösung. 

Ist ein Lagerist vorhanden, hat er die undankbare Aufgabe, für Verbrauchsmaterial zu sorgen. Da es in jedem Bauhandwerksbetrieb mehrere hundert Verbrauchsmaterialien gibt, ist das eine nicht lösbare Aufgabe, diese täglich zu überwachen und nachzubestellen. Also wird der Lagerist seines Berufes nicht mehr froh denn es ist nicht zu schaffen, das viele Kleinzeug das man braucht, zu bestellen. Nach unserer Vorstellung machen das keine Lageristen sondern die Azubis in der Verwaltung mit Hilfe der Bestellkarten.
Wenn sich nun ein Inhaber entschließt ein Paulus-Lager einzuführen, dann wird der Bestellvorgang zukünftig im Büro durchgeführt mit immer denselben Mengen. Ein Baustellen- Radio zur Belohnung für die Bestellung zweier zusätzlicher Acrylkartons entfällt dann.
Die Lösung ist, das gesamte Verbrauchsmaterial, das der Lieferant bisher geliefert hat, in die Systematik mit einzubeziehen. Das Material wird mit Hilfe der Artikelliste erfasst und die Regalbeschriftung und die Bestellkarten werden genauso ausgedruckt wie alle anderen auch.
Sollte nun weiterhin das Material gescannt werden um den 1%igen Preisvorteil für Bestellungen im Internet zu erhalten, dann wird auf Wunsch der Barcode dieses Lieferanten hinten auf die Bestellkarte geklebt. Somit kann am Schreibtisch das erforderliche Material von der Verwaltung im Portal bestellt werden.

Nutzen:

Es läuft kein Außendienstmitarbeiter mehr durch die Werkstatt und informiert sich, welchen Auftrag Sie in der Werkstatt stehen haben.

Sie können mit Hilfe der Artikelliste die Preise verhandeln und es werden nur noch kleine Mengen, die Sie festgelegt haben, gekauft.  

Paulus-Lager GmbH

Kerkstiege 28, 48268 Greven

Geschäftsführerin: Dipl.-Ing. Doris Paulus

Tel. +49 (0)2571/540 41-60

Fax +49 (0)2571/540 41-89

E-Mail: erfolg[@]paulus-lager.de

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