Lagertipp 150 | Dezember 2017

Systeme in Unternehmen – was für gewinnbringende Systeme gibt es im Tischler- und Bauhandwerksbetrieb?

Bei der Erstanalyse frage ich routinemäßig die vorhandenen Systeme mit Hilfe meiner Analysecheckliste ab. Dabei stellt sich oft heraus, dass es eine Vielzahl von zufällig gefundenen Systemen gibt.

Kleines Beispiel gefällig? Es arbeiten z.B. 3 Projektleiter / Arbeitsvorbereiter in dem Betrieb. Jeder führt seine Unterlagen in seiner eigenen, selbst entwickelten Art und Weise. Würde der Chef bei seinem Projektleiter nach bestimmten Unterlagen suchen, darf er sich durch alle Papierstöße durchsuchen bis er das Gewünschte gefunden hat.

In diesem Fall lohnt es sich, einmal den Kernprozess des Betriebes zu definieren. Kernprozess? Das ist der Prozess (Ablauf), in dem beschrieben wird, wie ein Auftrag durch den Betrieb läuft. Von der Anfrage bis zur Ablage Ihrer Formulare. Ein persönliches Hobby von mir, das ist auf der website nicht zu finden. Immer dann, wenn ich den Eindruck habe, dass dieses Thema meine Kunden interessiert, schlage ich es vor. Das Ziel ist, dass alle Projektleiter nach genau denselben Abläufen mit denselben Formularen arbeiten. Damit ist der Kernprozess im Falle von Krankheit sichergestellt.

Nur 2-3 Schritte in diesem Kernprozess, nämlich Arbeitsvorbereitung / Bestellen, Fertigung, Montage haben mit der Lageroptimierung zu tun und sind unser Hauptgeschäft.

Die Hauptsysteme für die Werkstatt/ Montage:

  • Terminvorausplanung, im Orgaisations-Deutsch: Eine Planwand, oft mit 6-8 Wochen Vorausschau. Hier werden geplante Termine eingeteilt. Eine Betriebsdatenerfassung hinterher, also eine Zeiterfassung, wie lange etwas gedauert hat, hat fast jeder Betrieb. Aber wenn die Kunden ständig Streß machen, liegt das an mangelnder Planungssicherheit, also mangelnder Vorausplanung. Die Lösung ist eine Planwand. Übrigens: Eine Planwand bildet die ÄNDERUNG ab, nicht den Plan! Der ist nur ein Entwurf.
  • Lageroptimierung: Damit wird erreicht, dass das Material steuerbar und kontrollierbar wird. Jedes bestellte Material wird überwacht, ob es vollständig, richtig und pünktlich kommt. Prima ist, wenn der Betrieb eine Planwand hat, damit kann der Liefertermin vor den Arbeitsbeginn geplant werden.

Das sind die zwei Hauptsysteme für Fertigung und Montage, also dort, wo das Geld verdient wird.

Weitere interessante Systeme:

  • Büroorganisation. Wie auch im Lager jedes Teil seinen Platz bekommt, so bekommt jede Datei einen definierten Speicherort. Dateien auf eigenen Workstations oder Laptops sind verboten. Es gibt nur den Firmen- Dateibaum. Ein Bürocoach wie z.B. Frau Jahn bm-jahn.de wird auch die Zuständigkeiten, Prozessbeschreibungen für die Abläufe usw. optimieren. Damit steigt die Arbeitsleistung in der Verwaltung denn auch hier falle umständliche Arbeitsweisen und Suchzeiten weg.
  • Handmaschinen-Optimierung für Monteure. Damit können die hohen Werte, welche die Handmaschinen darstellen, sinnvoll bewirtschaftet werden. Hierfür gibt es mehrere fertig käufliche Systeme, die am Markt zufriedene Kunden haben.
  • KFZ Innenausstattung: Sobald das zentrale Lager optimiert ist, können anschließend die KFZ mit einer standardisierten, optimierten Innenausstattung versehen werden. Ziel ist, dass alle Materialien auf den Fahrzeugen aus der Werkstatt bzw. dem Lager bestückt werden. Das senkt die Einkaufkosten, weil die Preise im Betrieb verhandelt sind. Am Großhändler- Tresen jedoch oft nicht.

Paulus-Lager GmbH

Kerkstiege 28, 48268 Greven

Geschäftsführerin: Dipl.-Ing. Doris Paulus

Tel. +49 (0)2571/540 41-60

Fax +49 (0)2571/540 41-89

E-Mail: erfolg[@]paulus-lager.de

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