Lagertipp 151 | Januar 2018

Einkauf der Monteure beim Großhandel – sinnvoll oder gefährlich?

In vielen Betrieben herrscht Sorglosigkeit, wenn die eigenen Monteure regelmäßig beim Großhändler am Tresen Material einkaufen. Einkaufen heißt: Hinfahren, sagen was man möchte, Lieferschein unterschreiben und Material mitnehmen.

Die Probleme, die sich daraus ergeben sind vielfältig:

  • Die nicht verrechenbaren, unproduktiven Zeiten bzw. Wartezeiten am Tresen. Es soll Großhändler geben, deren Tresen um 9.00Uhr zur Ausgabe der Würstchen mit dringenden Einkäufen gestürmt werden
  • Dass nicht bekannt ist, welches Material auf welche Baustelle geht, sofern mit dem Großhandel nicht festgelegt wurde, dass Material nur nach Nennung der Kommission herausgegeben wird. Somit wird es sehr schwierig, Abrechnungen oder Nachkalkulationen zu erstellen. Gut. In diesen goldenen Zeiten sind Nachkalkulationen vielleicht eher Nebensache könnte man sagen.
  • Was am schwersten wiegt: Dort ist die Personalbörse. Mehrfach ist uns erzählt worden, dass Mitarbeiter abgeworben wurden. Am Tresen. Dort treffen sich die Monteure und Techniker anderer Firmen und sprechen neue Mitarbeiter an
  • Noch schlimmer: Es wurde uns berichtet, dass Mitarbeiter vom Großhandel pro geworbenem Mitarbeiter 1.000,- € zugesteckt bekommen. Spätestens hier sollten die Alarmglocken schrillen.

Dass der Einkauf am Tresen für Kundendiensttechniker nicht immer vermeidbar ist, das ist klar. Vor allem wenn der eigene Betrieb weiter weg liegt als das nächste Abhollager.

Für alle anderen Mitarbeiter sollte gelten, dass sie nach Möglichkeit nichts beim Großhandel verloren haben. Der Schutz des eigenen Betriebs hat Vorrang. Unter diesem Gesichtspunkt haben bereits mehrere Inhaber ihre Betriebe von uns optimieren lassen, deren nächstes Abhollager in Sichtweite (!) am Straßenende liegt.

Paulus-Lager GmbH

Kerkstiege 28, 48268 Greven

Geschäftsführerin: Dipl.-Ing. Doris Paulus

Tel. +49 (0)2571/540 41-60

Fax +49 (0)2571/540 41-89

E-Mail: erfolg[@]paulus-lager.de

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