Wie der Lagerist bei bis zu 25 Mitarbeitern die Goldgrube Lager zum sprudeln bringt

von | Jun 8, 2020 | Podcast

Braucht ein Betrieb mit 10 bis 25 Mitarbeitern einen Lageristen? Wir sagen JA!

Doris Paulus, Markus Oelze und Miguel Kaposty von der Paulus-Lager GmbH haben jahrelange Erfahrung in Sachen Lager-Optimierung. In diesem Blog-Artikel geht es um Betrieb mit 10 bis 25 Mitarbeitern und ob es sinnvoll ist, bei dieser Größe einen Lageristen einzustellen.

Wir haben im Laufe unserer Lageroptimierungen in unterschiedlichsten Betrieben viele Situationen erlebt, die uns und dem Team einiges abverlangt haben. Beispielsweise hat mal ein Lagerist während der Strukturwoche in einem zwanzig-Mann Betrieb seinen Job hingeschmissen und war weg. Aus der Not heraus wurden die Projektleiter des Betriebs für die Aufgaben des Lageristen eingespannt und waren kurze Zeit für Wareneingangsprüfung und Bestellungen verantwortlich. Der Effekt dieser Notlösung war gut: Die Projektleiter lernten alle das System kennen und konnten so die Aufgaben eines Lageristen besser ein- und wertschätzen. Die Zusammenarbeit wurde gefördert und die Aufgaben eines Lageristen wurden somit auf mehreren Schultern verteilt. In der Regel sind die Mitarbeiter dann auch dankbarer, dass es einen Lageristen gibt, der ihnen mit dieser Arbeit den Rücken freihält. Das ist aus unserer Sicht aber keine Dauerlösung für einen Betrieb dieser Größe.

Geht es ganz ohne? Lieber nicht.
Es kann zwar auch ganz ohne einen Lageristen funktionieren aber nur, wenn die Projektleiter sich alle verantwortlich fühlen und Aufgaben wie Kommissionsmaterial, Ware und Bestellscheine kontinuierlich ordnungsgemäß prüfen, Material wegsortieren und Wareneingangs-Organisation sorgfältig ausführen. Und zwar für jede Baustelle jeden Morgen und jeden Abend. Weil diese Aufgaben eines Lageristen in diesem Betrieb jeden Tag von jemand anderen durchgeführt wurde war schnell klar, dass so eine Aufteilung der Prozesskette viele Risiken birgt, beispielsweise bei Arbeitsausfällen oder Alleingängen.

Aus unserer Sicht ist es für einen Betrieb unerlässlich die Prozesse des Lagers vom Moment der Bestellung bis ins letzte Detail zu strukturieren, zu planen und den Mitarbeitern dabei zu helfen, diese Strukturen zu verinnerlichen. Egal ob mit einem Lageristen oder wie oben beschrieben mit den Projektleitern – es muss Regeln für das Lager geben. Gerade bei Betrieben mit zehn bis 25 Mann ist ein Lagerist aus unserer Sicht absolut zu empfehlen, denn dessen Gehalt wird dreimal reingeholt, wenn man den Aufwand der einzelnen Projektleiter umrechnet. Was kaum ein Inhaber auf dem Schirm hat ist die Tatsache, dass wenn ein Arbeitsvorbereiter eine Stunde Arbeit plant, er für fünf Mitarbeiter plant. Das heißt seine Stunde ist rund 250 Euro Umsatz wert. Wenn er sich eine Stunde im Lager aufhält sind also 250 € Umsatz vernichtet und das summiert sich sehr schnell. Wenn ein Betrieb einen Lageristen einstellt, den wir schulen können, wird dieser Umsatz endlich in den Büchern stehen. Bei gleichen Personalkosten. So kommt es zu diesen Umsatzsteigerungen von denen unsere Referenzen auf der Website berichten. Bei Betrieben mit mehr als 25 Mitarbeitern fällt täglich soviel Material-Organisation an, da ist ein Betrieb ohne Lageristen sowieso aufgeschmissen.

Was ist die Aufgabe des Lageristen?
Lageristen sind diejenigen, die den Wareneingang managen, sich um Verbrauchsmaterial kümmern, nach der Bestellung das Material wegräumen und sich auch sonst um das eingehende Material kümmern. Sie haben die Aufgabe, täglich Kommissionsware zu liefern und zu verteilen und auf dem Rückweg die Retouren aus den verschiedenen Abteilungen mitzunehmen und mit Hilfe des Retourenscheins dieselbe beim Lieferanten zu veranlassen.

Wenn wir einen Betrieb optimiert haben, sind die tatsächlichen Aufgaben des Lageristen folgende:

  • Warenannahme und Wareneingangsprüfung mit Nachtelefonaten anhand korrekter Bestellunterlagen
  • Baustellenrücklauf abwickeln anhand des definierten Prozesses
  • Retouren Abwicklung anhand des definierten Prozesses
  • Kommissionen richten anhand von komplett vorhandenen internen und externen Bestellscheinen und sowie Angaben, die sie von den Baustellen abgefragt haben
  • Standardmaterial bestellen, nachdem von den Monteuren die Nachbestellung ausgelöst wurde anhand der Bestellkarten
  • Reklamationen abwickeln
  • Rückläufer einbuchen entfällt
  • Bestellen nach Sichtkontrolle entfällt

Dabei wird von uns noch unterschieden, welche Aufgaben die Verwaltung noch behält, wenn es ein Teilzeit- Lagerist ist. Denn dann ist ein Teil dieser Aufgaben noch nicht an den Lageristen abgetreten, der Betrieb ist manchmal noch zu klein. Dies muss man natürlich im Auge behalten, wenn ein Lagerist aufgebaut wird, um den Betrieb organisatorisch nicht zu überfordern.

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